Auszug aus den Gründungsakten:

Der Kirchenvorstand stellte am 24.11.1877 einen Antrag an die hohe Königliche Regierung in Schleswig. wegen Anlegung eines neuen Begräbnisplatzes für die Kirchengemeinde Oldesloe. Darin wird ausgeführt: Der vor reichlich 40 Jahren angelegte Begräbnisplatz der Kirchengemeinde Oldesloe liegt unmittelbar an, bzw. schon in der Stadt und bietet nur noch für die nächsten 6 bis 7 Monate Raum zur Beerdigung von Leichen. In dem Gutachten vom 26.03.1878 empfiehlt Dr. Kahl (Königliches Kreisprysikat 26 in Bad Oldesloe) die Anlegung des neuen Totenhofes an der Hamburger Chaussee (Grundeigentümer: St. Jürgens-Stiftung). (nicht gekauft) Neues Gutachten von Dr. Kahl vom 10.08.1878, weil ein anderes Grundstück an der Hamburger Chaussee ausgewählt wurde (1000 m von der Stadt entfernt) – Eigentümer Herr Willen. Der Minister der geistlichen Angelegenheiten genehmigt den Ankauf der Koppel von Herrn Willen (4 h 02 a 25 m) (am 24 Mai 1879) mit Schreiben vom 5. Juni 1879. Der Kauf der Koppel (zu 4) wurde in der Sitzung der Gemeindevertreter vom 27.09.1878 beschlossen. Einweihung des Friedhofes am 13. März 1881 um 15.00 Uhr. Vom Pastor Georg Baetz wurden hierzu eingeladen: Pastor Weshet(?)

Kirchenältester von Hartz Rautenberg Gemeindevertreter: Ramm, Jürgens, Niemeyer, Witten, Stark, Friedr. Kindt Baubeaufsichtigung des Baues einer Totengräber-Dienstwohnung in Oldesloe durch Kreisbauinspektor Greve, Altona. 8. Der Bauauftrag für die Totengräber-Wohnung wurde an die Firma Schmidt und Comdühr in Oldesloe vergeben mit Vertrag vom 7./8. Juni 1881.

Aktenvermerk Friedhofsgründung

Oldesloe, den 21. April 1888 Der Totengräber auf dem alten Friedhof, J.H. Dwenger, welchem die Beschlüsse des Kirchenvorstandes vom 28. März und des Kirchenkollegiums vom 19. April d.J. abschriftlich mitgeteilt worden sind, sowie diese Beschlüsse sich auf Bewilligung eines festen Gehaltes für ihn im Betrag von jährlich M 600,00 beziehen, erklärt sich mit diesen Beschlüssen einverstanden, zahlt die für zwei im Monat April d.J. auf dem alten Friedhof von ihm erhobenen Gebühren im Betrag von M 6,00 zurück und nimmt die von dem Kirchenkollegium für die übernahme der bisher von ihm gehaltenen Gerätschaften berücksichtigten einmaligen Vergütung von M 50,00 in Empfangen. Die Gehaltszahlungen können am Schluße jeden Monats vom 1. April d.J. an gerechnet, mit M 50,00 gegen Quittung bei der Kichenkasse erhoben werden.

Zur Anmerkung
gez. Georg Baetz       Gez. J.H. Dwenger Pastor

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